Trajan war ein Kaiser wie man ihn sich nur wünschen konnte. Intelligent, mild, militärisch geschickt,
durchsetztungsfähig und menschlich waren Eigenschaften des Trajans. Unter Trajan wurde die Verwaltung
Roms gestraft und die Staatskasse konnte wieder gefüllt werden.
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Kaiser Trajan.
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Militärische Erfolge konnte Trajan in Germanien, wo er die Grenzen festigte, auf dem Gebiet des heutigen
Ex-Jugoslawiens, wo er es vermochte dem Imperium mit gewichtigen Erfolgen die Provinz Dacia zu verschaffen
und für relativen Frieden im Gebiet der Donau sorgen, feiern. In Rom steht noch heute die Trajanssäule, die
von den Erfolgen der beiden dakischen Kriegen erzählt. Durch die fetten Beuten, die Trajan während des Krieges
gegen die Daker machte, konnte er die Staatsfinanzen sanieren. Eine weitere militärische Aufgabe wartete auf
Trajan. Er bereitete alles vor, um an der Ostgrenze gegen die Parther vorzugehen. Ein Grund für den Krieg war
schnell gefunden.
Sorgfältig bereitete Trajan den Angriff gegen die Parther vor. Zu erst wurde das Parther freundliche Reich
der Armenier erobert, um rebungslose Bedingungen für den Transport des Nachschubs zu schaffen. In weiteren
Schritten wurden Mesopotamien und Singara genommen. Schnell stiessen die Römer nach Seleukia und Babylon vor.
Die Parhter zogen sich aus diesem Gebiet zurück. Was aber wie ein grosser Sieg schien war nicht so. Trajan
hatte sein Ziel, die Parther entscheidend zu schlagen, nicht erreicht, deshalb wurde weiter gerüstet. Aber ein
schlimmer Zwischenfall beendete die Träume Trajans. Der Aufstand der Juden, der 116 in Ägypten ausgebrochen war.
Die Römer mussten ihre Kräfte konzentrieren, um der Lage Herr zu werden und die Eroberten Gebiete mussten abgegeben
werden. Ende des Jahres 117 konnte man dem Judenaufstand, der mit unvorstellbarer Grausamkeit geführt wurde, Herr
werden. Ein Teil der, an die Parther verlorenen Gebiete, konnte wieder zurück gewonnen werden. Erschöpft vom nicht
planmässigen Verlauf des Krieges starb Trajan noch im Jahre 117 und hatte als seinen Nachfolger Hadrian bestimmt.
Sofort nach seiner Thronbesteigung machte er die Gebietseroberungen seines Vorgänger Trajans im Osten rückgängig
und kehrte damit zu einer augustischen Politik des Friedens zurück. Innenpolitisch reformierte er das
Verwaltungswesen des Staates, in dem er es den homines novi den Einstieg in eine Beamtenlaufbahn
vereinfachte. Neuerdings mussten die Beamten aber über eine genügend grosse Erfahrung im Militär oder aber eine
juristische Ausbildung besitzen. Der Kaiser war sehr reiselustig und schaffte es jede Provinz seines Reiches
besucht zu haben. Manche Provinzen besuchte er auch öfters.
Während seiner vielen Reisen durch die römischen Gefilde, kurbelte er die Romanisierung wie kein anderer vor
ihm an. Er lies neue Städte gründen und baute die Zerstörten wieder auf. In Britannien veranlasste er den Bau
des berühmten Hadrianswall, der die britische Kolonie gegen Angriffe aus dem Norden schützen sollte. Aber hatte
Hadrian auch Zeit, um die zahlrichen Schönheiten der einzelnen Provinzen zu besichtigen. In Ägypten bereiste er
die Pyramiden, in Afrika ging er auf Löwenjagd. Im Jahre 132 kam er endlich wieder nach Rom zurück. Doch sollte
er nicht für lange Zeit bleiben.
Noch im selben Jahr war in Jerusalem ein Judenaufstand ausgebrochen, den die Legionen unter Hadrians persönlicher
Leitung niederschlugen. Den Juden wurde es fortan verboten die heilige Stadt Jerusalem nur auch aus der Ferne
zu sehen. Die Provinz Judaea wurde in Syria Palaestina umgetauft.
Als Hadrian 134 wiederum heimgekehrt war, machte er sich langsam Gedanken über seinen Nachfolger. Seine Wahl
fiel völlig überraschend auf einen nicht sehr fähig scheinenden Mann. Mit seiner Wahl stiess er auf gross
Gegenwehr. Kurzerhand liess er die Aufmüpfigen ermorden. Vor seinem Tode 138 bestimmte Hadrian aber doch einen
anderen zum Kaiser. Titus Aurelius Fulvus Boionius Arrius Antonius. Hadrian starb am 10. Juli 138 nach qualvoller
Krankheit.
Der neue Herrscher war nicht von solchem Glanz wie seine beiden Vorgänger Trajan und Hadrian. In seinen 23 Jahren
Regierungszeit kam er nie aus Rom hinaus und auch sonst tat sich herzlich wenig im Reiche. Die Grenzen
versteiften; im römischen Imperium schien die Zeit still zu stehen. Trotzdem darf man die Leistung des Antoninus
Pius nicht derartig geringschätzen. Antoninus Pius war ein sehr korrekter Kaiser und man sagt ihm nach, dass er
die Steueraufkommen jeder einzelnen Provinz auswendig kannte.
Eine weitere positive Eigenschaft war auch seine Menschlichkeit. Wenn immer möglich versuchte er den Notleidende
zu helfen und sie zu unterstützen. Endlich legen die verschiedenen Bauten in Rom und in den Provinzstädten Zeugnis
ab für seine Grosszügigkeit gegenüber dem Volk. Antoninus Pius starb am 7. März 161 und hinterliess den Thron
seinem Adoptiv- und Schwiegersohn Marcus Aurelius.
Sofort nach seiner Wahl hob Mark Aurel seinen Adoptivbruder Lucius Aelius Commodus, dem er den Beinamen Verus gab,
zum Mitregenten aus. Mark Aurel, der ein brennendes Interesse für philiosophische Fragen hegte und von der Schule
der Stoiker sehr angetan war, musste wohl oder übel immer wieder in den Krieg ziehen anstatt sich philosophisch zu
betätigen. Als die Parther vom Kaiserwechsel in Rom gehört hatten, griffen sie sofort an. Schnell gelang es ihnen
bis nach Syrien vorzudringen. Endlich im Jahre 165 gelang es den Römern die Parther wieder zurück zu drängen und
die verlorenen Provinzen wieder zurück zu erobern. Nach dem Sieg gegen die Parther konnte sich Mark Aurel nicht
etwa ausruhen, nein, er musste sofort wieder zu denn Waffen greifen, um die Donaugrenze zu verteidigen. Die Pest,
die in den römischen Lagern wütete (auch Verus wurde ein Opfer der Pest) machte es Aurel doppelt schwer die
Germanen zurück zu drängen und somit fiel die Initiative den Barbaren zu.
Immer wieder gelangen den Germanen kleine Erfolge, bis sie schliesslich mit ihren Truppen in Oberitalien standen.
Nun endlich gelang es den römischen Legionen wieder Erfolge gegen die Barbaren zu feiern. Sie konnten wiederum
hinter die Donaugrenze zurückgedrängt werden. Aber der nächste Angriff liess nicht lange auf sich warten. Nach
schweren Kämpfen, die das Reich geschwächt hatten, konnten die Römer die Barbaren noch einmal in Schach halten.
Das Schicksal verhinderte, dass der Sieg über die Germanen positiv ausgenutzt werden konnte. Ganz plötzlich
verstarb Mark Aurel am 17. März 180. Mark Aurel hatte damals einen folgen schweren Fehler begangen. Er nominierte,
entgegen der Regel der Adoptivkaiser, seinen Sohn Commodus zu seinem Nachfolger. Dieser Schritt markierte denn
auch das Ende der Dynastie der Adoptivkaiser.