Im Bürgerkrieg 52 vor Chr. wurde Pompeius entgegen der üblichen
Gepflogenheit zum alleinigen Konsul (sine collega,
lateinisch: ohne Amtskollegen) mit aussergewöhnlichen Vollmachten
gewählt. Dies war durch die Ausnahmesituation
notwendig geworden, in die der römische Staat durch die Unruhen des
Clodius geraten war. Clodius beherrschte mit
bewaffneten Banden, die er als Volkstribun gegründet hatte die Stadt
Rom. Zu seiner Zeit herrschte ein anarchistisches
und terroristisches Klima in Rom.
Während Caesar durch den Krieg in Gallien festgehalten wurde
hatten seine politischen Gegner bereits im vorausgehenden Jahr
offen versucht, ihn von dort abberufen zu lassen und in Rom vor
Gericht zu stellen. Pompeius versuchte die günstigen Umstände
auszunutzen, um seinen Rivalen auszuschalten und sich die
Alleinherrschaft zu sichern, und näherte sich zu diesem Zweck
politisch der Senatspartei an. Schließlich beschloss der Senat die
Absetzung Caesars, nachdem man ihn vergebens
aufgefordert hatte, sein Heer zu entlassen. Daneben stattete er Pompeius
mit unbeschränkten Vollmachten aus, um den
Kampf gegen Caesar aufzunehmen.
Der Bürgerkrieg begann, als Caesar Anfang des Jahres 49 vor Chr. - der
Überlieferung zufolge mit den Worten: "Alea
iacta est" ("Der Würfel ist geworfen") - den Rubikon überschritt, einen
kleinen Grenzfluss, der seine Provinz Gallia
Cisalpina von Italien trennte. Innerhalb von drei Monaten hatte er die
Kontrolle über ganz Italien erlangt, gewann danach die
beiden spanischen Provinzen, den eigentlichen Rückhalt des Pompeius, und
schließlich nach halbjähriger Belagerung die
Hafenstadt Massilia (Marseille). Inzwischen war Caesar in Rom zum
Diktator ernannt worden, übte das Amt jedoch nur
wenige Tage aus und wurde für das Jahr 48 vor Chr. zum Konsul gewählt.
Anfang dieses Jahres verfolgte er Pompeius
nach Griechenland und besiegte ihn endgültig in der Schlacht bei
Pharsalos. Pompeius selbst entkam nach Ägypten, wo er
jedoch ermordet wurde, noch bevor Caesar ihn dort eingeholt hatte.
Caesar besetzte Alexandria und entschied den ägyptischen Thronstreit
zugunsten Kleopatras, der Tochter des
verstorbenen Königs Ptolemaios XI., die ihm später einen Sohn
(Caesarion) schenkte. 47 vor Chr. unterwarf er Kleinasien
und kehrte als Diktator nach Rom zurück. Seinen entscheidenden Sieg über
die Anhänger des Pompeius, die seit 48 vor
Chr. ihre Streitkräfte in der Provinz Afrika zusammengezogen hatten,
errang er 46 vor Chr. in der Schlacht bei Thapsus.
Danach kehrte er nach Rom zurück, wo er mehrere Triumphzüge feierte und
weitere Ehrungen erhielt. Nachdem er im
Jahr 45 vor Chr. die Söhne des Pompeius bei Munda in Spanien besiegt
hatte war er unumschränkter Alleinherrscher.