A     Aegyptus
B     Cyrenaica
C     Creta

Nach dem Tod von Keopatra VII. und der Niederlage von Antonius bei Actium, war Ägypten das letzte hellenistische Königreich, das dem römischen Imperium eingegliedert wurde. Das Gebiet wurde direkt der Gewalt des Kaisers unterstellt, der es durch einen Präfekten verwalten ließ. Gleich zu Beginn ihrer Herrschaft stiessen die Römer auf Probleme, die durch steuerrechtliche Privilegien, die die Griechen gegenüber den Juden hatten, hervorgerufen worden waren. Die Juden waren dann auch für die meisten Aufstände, vor allem unter Claudius und Trajan verantwortlich.
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Portrait eines Mannes, der auf
einem Segeltuch abgebildet ist.
(3. Jh. nach Chr.)
Die ägyptiche Kultur hatte auf dem Gebiet der Religion und der Kunst den grössten Einfluss auf die Römer. Das veranschaulicht beispielsweise die Bedeutung, die Serapis, Isis und Osiris (allesamt Götter) in Rom erlangten. Auch Kunst und Architektur wurden teilweise von den Römern übernommen.
Ägypten war vor allem in wirtschaftlicher Hinsicht für die Römer von Bedeutung. In der Provinz wurde viel Getreide angebaut, das von Alexandria aus zusammen mit wertvollen Rohmaterialien und Luxusartikeln verschifft wurde. Zu den Exportgütern zählten verschiedene Marmorsorten, der pinkfarbene Granit aus Steinbrüchen von Syene(Aswan), grauer Granit vom Mons Claudianus und roter Potphyr aus Oberägypten. Das Land hatte auch die Monopolstellung für den Handel mit Papyrus inne und war berühmt für seine Wolle, mit der die römische Armee eingekleidet wurde. Die Legionen machten auch Gebrauch von den Kamelen, die sich als hervorragend für den Kampf geeignet erwiesen. Diese Tiere wurden aber nicht nur in Ägypten eingesetzt, sondern auch bis ins Ferne Britannien verschickt.
Zahlreiche Karawanenrouten durchzogen die Wüste und führten entlang der Küste nach Arabia Petra und Palaestina oder in Richtung Cyrenaica. Cyrenaica war aufgrund der gewaltsamen Auseinandersetztungen zwischen den jüdischen und griechischen Gemeinden ähnlich schwierig wie Ägypten zu regieren. 116 entstanden bei einem Aufstand solche Schäden, dass sich die Wirtschaft des Landes nicht mehr erholen konnte. Trotzdem lieb Cyrenaica berühmt für seine Vollblutpferde, die bis ins späte 4. Jahrhundert exportiert wurden.
Auf Kreta war die Situation hingegen wesentlich friedlicher, so dass die militärische Präsenz der Römer auf einige wenige Einheiten beschränkt werden konnte.

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