[3] Und ich sehe, dass ich mich zu Recht als erster darüber freuen darf, dass es mir übertragen wurde in dieser ungewohnten Art von diesem Ort über einen so beschaffenen Gegenstand zu reden, zu welchem niemand der Stoff zum Reden fehlen kann. Ich habe nämlich über die einzigartige Tapferkeit des Gnaeus Pompeius zu reden; zu dieser Rede aber ist es schwieriger ein Ende als einen Anfang zu finden. Deshalb muß ich mich beim Sprechen mehr auf die Art und Weise als auf den Inhalt konzentrieren.
[4] Und damit meine Rede dort beginnt, wo die ganze Sache anfängt, ein gefährlicher und schwerer Krieg wird euren Steuerpflichtigen und Bundesgenossen von zwei sehr mächtigen Königen, Mithridates und Tigranes, aufgezwungen, von denen der eine übriggeblieben ist und der andere angereizt ist und glaubt, die Gelegenheit zur Besetzung Asiens sei ihm geboten. Von den römischen Rittern, sehr ehrenvolle Männer, werden täglich Briefe aus Asien geschickt, in denen es um ihr Kapital geht, das in der Ausübung eures Steuerwesens investiert ist. Diese haben die Angelegenheiten des Staates und die Gefahr für ihr Vermögen an mich herangebracht, wegen der engen Beziehungen, die ich mit diesem Stand habe;
[5] in Bithynia, welches nun eure Provinz ist, seien mehrere Dörfer ausgebrannt und das Königreich des Ariobarzanes, das an eure Steuergebiete grenzt, sei ganz in Feindeshand. Lucius Lucullus trenne sich nach großen Taten von diesem Krieg. Der Nachfolger sei nicht vorbereitet genug zur Führung eines so großen Krieges. Nur einer von allen Bundesgenossen und Bürgerschaften werde von ihnen als Feldherr in diesem Krieg dringend gefordert, dieser allein werde von den Feinden gefürchtet, sonst keiner.